Unser Ziel: Eine Genossenschaft, die unabhängigen Journalismus ermöglicht. Wie geht das?  

 

Worum geht es hier? 

Krautreporter steht für ein einfaches Prinzip: unabhängigen, werbefreien Journalismus im Internet zu ermöglichen - und zwar durch seine Leser. Das Krautreporter Magazin wird schon seit 2014 ausschließlich durch Abonnements seiner Leser finanziert. Nun wollen wir die Leser auch am Unternehmen Krautreporter beteiligen. Dazu gründen wir eine Genossenschaft und bringen das Krautreporter Magazin in die neue Genossenschaft ein.  

 

Aktueller Stand

Die Genossenschaft hat sich am 13. Juni 2015 formal gegründet und sich eine Satzung gegeben. Die drei Gründungsmitglieder sind Sebastian Esser, Philipp Schwörbel und Alexander v. Streit. Die Genossenschaft ist seit Ende Juni  im Genossenschaftsregister eingetragen. Weitere Personen, die ihren Beitritt erklärt haben, werden - voraussichtlich - im August aufgenommen, sobald das Krautreporter Magazin von den Krautreporter in die Krautreporter eG übertragen wurde. Name der Genossenschaft ist Krautreporter e.G. (i. Gr.). Sitz der Genossenschaft ist Berlin. Prüfverband ist der "Prüfungsverband der kleinen und mittelständischen Genossenschaften e.V."

 

Geschäftsanteile

Ein Geschäftsanteil hat einen Nominalwert von 50,- Euro. Um Mitglied zu werden,  müssen 5 Geschäftsanteile  für zusammen 250,- Euro übernommen und eingezahlt werden (der sogenannte Pflichtanteil). Der Pflichtanteil kann in zehn gleichen Raten eingezahlt werden. Es ist möglich, weitere Geschäftsanteile zu übernehmen.  

 

Ziel

Ziel der Genossenschaftsgründung war, das Krautreporter Magazin in die Hände seiner Leser zu legen und damit gleichsam zusätzliche Investitionsmittel aufzubringen. Das ist sinnvoll, weil

a) die Finanzierung des Krautreporter Magazins durch ausreichend Abonnenten gesichert ist und

b) genügend Genossenschafts-Mitglieder ihren Beitritt beantragen und zusammen Geschäftsanteile in Höhe von mehr als 100.000 Euro übernehmen. 

Da wir beide Ziele erreicht haben, haben wir die Genossenschaft zum Genossenschaftsregister angemeldet (und so "offiziell gemacht") und übertragen das Krautreporter Magazin in die Genossenschaft. Im Anschluss nehmen wir die neuen Mitglieder der Genossenschaft auf. 

 

Das Krautreporter-Magazin

Bisher wird das Krautreporter Magazin von der Krautreporter GmbH herausgegeben. Die Gesellschafter der GmbH (Sebastian Esser, Philipp Schwörbel und Alexander v. Streit) haben die Krautreporter Genossenschaft gegründet und bringen jetzt ihre Anteile der Krautreporter GmbH mit sämtlichen Vermögensgegenständen und Geschäften, also insbesondere das Krautreporter Magazin, vor Eintragung mit Wirkung zur Eintragung ins Genossenschaftsregister in die Genossenschaft ein.

 

Rechte und Pflichten der Mitglieder

Alle Mitglieder der Genossenschaft haben gleiche Rechte und Pflichten, die sie über die Generalversammlung wahrnehmen. Das heißt: Unabhängig von der Höhe ihrer Einlage hat jedes Mitglied nur eine Stimme. Die Generalversammlung bestimmt die Ausrichtung der Genossenschaft und wählt den Aufsichtsrat, der wiederum den Vorstand bestellt. 

Die Haftung der Mitglieder ist - so ist es in der Satzung geregelt - auf die jeweilige Einlage beschränkt. Es gibt keine Nachschusspflicht.  

Regelmäßige Zahlungen als Mitglied der Genossenschaft gibt es nicht, mit Ausnahme für das Abonnement des  Krautreporter Magazins. Das Abo kann man aber auch als Mitglied der Genossenschaft jederzeit kündigen. 

Erst mit Zulassung der Mitgliedschaft werden die Einlagen für die Geschäftsanteile fällig. Denn erst dann wird die Genossenschaft, die sich jetzt noch in Gründung befindet, ins Genossenschaftsregister eingetragen, und erst dann nimmt sie ihren Geschäftsbetrieb auf. 

 

Rechte und Pflichten der Krautreporter-Autoren

Die Autoren und Mitarbeiter der Krautreporter-Genossenschaft haben einen besonderen Status innerhalb der Genossenschaft. In einer Mitarbeitendenversammlung wirken sie mit bei der redaktionellen Ausrichtung und bei der Bestimmung des Chefredakteurs oder der Chefredakteurin des Krautreporter Magazins. Der Versammlung der Mitarbeitenden steht bei der Bestellung eines Chefredakteurs ein Vetorecht zu. Durch diese besonderen Regelungen wird in besonderem Maße die redaktionelle Unabhängigkeit des Magazins gesichert. 

 

Investition und Profitabilität

Die Genossenschaft soll und muss sich – wie jedes Unternehmen – mittelfristig aus den erwirtschafteten Erträgen finanzieren. Um den Fortbestand der Genossenschaft  zu sichern, muss sie profitabel arbeiten. Langfristig ist es möglich (aber nicht garantiert), dass die Genossenschaft erwirtschaftete Gewinne im rechtlichen und satzungsgemäßen Rahmen an die Genossenschaftsmitglieder ausschüttet. 

Weil aber gerade in den ersten Jahren der Genossenschaft wichtige Investitionen in das Krautreporter Magazin, die Crowdfunding-Plattform und weitere Projekte geplant sind, werden die eingezahlten Beiträge auf die Geschäftsanteile genutzt, um diese Investitionen zu finanzieren.